• Geboren 1986 in Hamburg
  • Erstes Juristisches Staatsexamen 2010 in Hamburg
  • seit 2011 Promotionsstudium
  • Graduiertenförderungsstipendium der Freien und Hansestadt Hamburg

Dissertationsprojekt

Grundrechtskombinationen

Das Bundesverfassungsgericht verwendet in seiner Rechtsprechung Grundrechte häufig nicht mehr isoliert, sondern zieht mehrere Gewährleitungen gemeinsam, meist verbunden durch die Formel “in Verbindung mit”, für die Falllösung heran. Diese – in der Literatur vielfach kritisierten – Grundrechtskombinationen bewirken in der Regel eine Weiterentwicklung des Grundrechtsschutzes, die sowohl in Form einer Verstärkung, als auch einer Abschwächung denkbar ist. Über die Dogmatik der Verbindungen herrscht weitgehend Unklarheit. Nicht nur werden Funktion und Wirkungsweise einzelner Verbindungen vielfach vollkommen unterschiedlich und unter uneinheitlichen Begriffen beurteilt. Auch sind die Auswirkungen auf die Struktur der Einzelgrundrechte offen. Ziel des Promotionsvorhabens ist die Entwicklung eines umfassenden Systems der denkbaren Kombinationstypen mit ihren Funktionen und Voraussetzungen. Anhand dessen sollen der Einfluss der Kombinationen etwa auf den grundrechtlichen Schutzbereich und die Rechtfertigungsebene der Grundrechte untersucht werden. Darüber hinaus gilt es, die Frage nach der Legitimität der Kombinationen – die vor allem ein kompetenzrechtliches Problem beinhaltet – zu beantworten und ihre generelle Notwendigkeit im Hinblick auf den Grundrechtsschutz zu erhellen.

Publikationen

Grundrechtskombinationen. Zu Struktur und Rationalität der Abwägung bei Prinzipienmehrheiten. In: Matthias Klatt (Hrsg.): Abwägung im Recht. Aktuelle Entwicklungen der Prinzipientheorie, S. 1-33 (gemeinsam mit Dr. Michael Kleiber)